Neue Erkenntnisse

Entwicklungsstufen von Unternehmen
Betrachten wir Unternehmen mit PRILLANCE®-Augen, so erkennen wir, dass wir 7 charakteristische Ausrichtungen entdecken. Die einzelnen Ausrichtungen sagen nichts darüber aus, wie erfolgreich diese Unternehmen sind. Sie geben nur einen Eindruck, wie komplex das unternehmerische Umfeld wahrgenommen und auch beachtet wird.

  • Gründung: Ein Mensch hat eine gute Idee, von der er überzeugt ist, dass sie auch für andere so nützlich ist, dass sie sich vermarkten lässt und macht sich selbständig: Ein neues Unternehmen ist geboren. In dieser Phase gilt die größte Aufmerksamkeit dem Kontext: Wie komme ich zu meinem ersten Kunden? Wie finanziere ich die Anlaufkosten? Woher bekomme ich meine ersten Investitionen? Heute werden bereits die Gründer dazu motiviert, umfassende Business-Pläne zu erstellen, um ihnen die Komplexität ihres Geschäftes vor Augen zu führen.

  • Partnerschaften: Der Gründer findet Partner, die ihm bei der Umsetzung seiner Geschäfts-Idee unterstützen. Erste Abläufe im Unternehmen beginnen sich einzuspielen. Aber immer noch sehr häufig werden Geschäftsfälle in dieser Form das erste Mal abgewickelt. In vielen Projekten werden Probleme beseitigt und das Unternehmen aufgebaut und gestärkt.

  • Aktionismus: Es gibt so viele Ideen zur Verbesserung, dass sie gar nicht alle umgesetzt werden können. Laufend werden neue Projekte gestartet, die aber kaum strukturiert geplant werden, weil dafür keine Zeit ist. In kürzester Zeit sind dann entweder plötzlich keine Ressourcen mehr für dieses Projekt da, oder sie werden durch "noch wichtigere" Projekte überholt und verlaufen im Sand. Politische Entscheidungen stehen auf der Tagesordnung, denn gemacht wird, was sich gegenüber dem Chef gut "verkaufen" lässt. Anstrengungen werden in diesen Unternehmen nur unternommen, wenn dadurch sofort nach der Entscheidung irgendwo die Euro rauspurzeln. Langfristiger Erfolg wird zu Gunsten des kurzfristigen Erfolges aufgegeben.

  • Struktur und Ordnung: Unternehmen bringen erst mal Ordnung und Struktur in das herrschende Chaos. Es werden durchgängig Organigramme, Ablauf- und Stellenbeschreibungen erstellt und vor allem laufend aktuell gehalten. Schnittstellen zwischen den einzelnen Unternehmens-Bereiche sind sauber definiert (z.B.: durch Formblätter) und Ressourcen eindeutig zugeordnet. Verantwortungen und Befugnisse sind eindeutig geregelt. Ein einheitliches EDV-System und ein Berichtswesen zur regelmäßigen Information der Führungskräfte ist eingeführt. In dieser Stufe beginnt die Arbeit eines Management-Systems.

  • Effizienz und Wirtschaftlichkeit: Hier erkennen die Unternehmen, dass es zu wenig ist, alle Abläufe, Verantwortungen und Befugnisse festzulegen und zu leben. Sie beginnen Strategien zu entwickeln und sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter durchgängig mit Zielen zu führen. Neben (kurzfristigen) wirtschaftlichen Zielen wird auch durchgängig mit (langfristigen) Qualitäts-Zielen gearbeitet. Die Abläufe im Unternehmen werden laufend auf diese Ziele hin ausgerichtet. Strategische Projekte und Investitionen mit kalkuliertem Risiko werden getätigt, auch wenn sie sich erst in ein paar Jahren rechnen. Hier beginnt die Arbeit des strategischen Controllings.

  • Unternehmens-Kultur und gelebtes Leitbild: Für diese Unternehmen ist der Mitarbeiter das wertvollste Potenzial. Sie haben erkannt, dass all ihre Strategien und Ziele nutzlos sind, wenn die Mitarbeiter nicht begeistert mithelfen, diese zu erreichen. Diese Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein Umfeld, in dem diese sich wohl fühlen können. Die Mitarbeiter werden umfangreich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens informiert. Es gibt Aktivitäten zur Verbesserung der Unternehmens-Kultur, umfangreiche Sozialleistungen und familienfreundliche Arbeitszeiten. An den Wänden hängt ein Unternehmensleitbild, in dem sich alle Mitarbeiter wiederfinden und das sie täglich gerne umsetzen. In diesen Unternehmen verstehen sich die Führungskräfte als Mentoren ihrer Mitarbeiter und führen regelmäßige Mitarbeiter-Gespräche, die Coaching-Charakter haben. Die Unternehmens-Kultur ist so reif, dass Mitarbeiter ihre Fehler freiwillig aufzeigen können, weil sie sicher sind, dass gemeinsam eine Lösung gesucht wird anstatt die Schuldigen zu bestrafen.

  • Langfristige Ausrichtung des gesamten Unternehmens: Unternehmen denken über die Grenzen ihres Unternehmens hinaus. Sie denken Volkswirtschaftlich und an die Zukunft der nächsten Generation. Hier steht nicht mehr der Profit im Vordergrund, sondern der Nutzen für die Menschheit. In diesen Unternehmen steht der Kunde wirklich im Vordergrund und es wird alles unternommen, um die Kunden zu begeistern. Der Profit folgt dann automatisch. Diese Unternehmen sponsern nationale und internationale Hilfs-Projekte für bedürftige Menschen, Tier- und Umwelt-Schutz nicht mehr aus wirtschaftlichen Überlegungen sondern aus tiefster Überzeugung. Nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen unserer Welt ist für diese Unternehmen selbstverständlich.

All diese Erkenntnisse werden im PRILLANCE® berücksichtigt. Schulungen und Beratungen sind so ausgerichtet, dass jedes Unternehmen genau das bekommt, was es in dem Moment benötigt. Die Einführung eines Management-Systems nach PRILLANCE® geschieht aus diesem Grund in 4 aufeinander aufbauenden Phasen:

  • Struktur und Ordnung

  • Effizienz und Wirtschaftlichkeit

  • Unternehmenskultur und gelebtes Leitbild

  • Langfristige Ausrichtung des gesamten Unternehmens

 

 

Es  gibt zwei Arten, Hirte zu sein:
Der eine läuft hinter der Herde her,
treibt sie, wirft mit Steinen,
brüllt und drückt.
Der gute Hirte macht das ganz anders:
Er läuft vorneweg, singt, ist fröhlich;
und die Schafe folgen ihm.
(unbekannt)

 

 

Ein legendäres Beispiel für die Kraft
einer Vision war die Aussage eines
Hausmeisters bei der NASA. Als er eines
Tages gefragt wurde, was er da tue,
stütze er sich auf seinen Besen und
sagte: "Ich trage dazu bei, dass wir auf
den Mond kommen"

 

 

Wir versuchen, niemals zu vergessen,
dass Medikamente für Menschen ge-
dacht sind. Es geht nicht um Gewinne.
Gewinne folgen, und wann immer wir
uns daran erinnert haben, sind sie nicht
ausgeblieben.
(Georg Merck II)

 

 

Moderne Unternehmensentwicklung be-
nötigt Führung, aber weniger Autorität und
mehr Freiheit statt Kontrolle. In der Füh-
rung geht es nicht mehr darum, die richtige
Entscheidung zu treffen, sondern dafür zu
sorgen, dass die richtige Entscheidung
getroffen wird.
(Rachel Kelly McKee & Bruce Carlson,
GRID Leadership International)

 

 

Ein Mehr an Produktion, Gewinn
und Konsum bringt inzwischen
nicht automatisch ein Mehr an
Zufriedenheit, Glück und
Entwicklungsmöglichkeiten
für den Einzelnen
(Willy Brandt)